Was ist ein Bandscheibenvorfall?



Sabine Bianca Hasselberg - Physiotherapeutin rund um den Bandscheibenvorfall



Die Bandscheibe (lateinisch: Discus intervertebralis) ist eine flexible, faserknorplige Verbindung zwischen Wirbeln. 23 Bandscheiben besitzt die menschliche Wirbelsäule.

Bandscheiben bestehen aus einem äußeren, straffen Anulus fibrosus (Faserring) und einem inneren Nucleus pulposus (Gallertkern). Der Anulus fibrosus besteht aus konzentrischen Schichten von kollagenen Bindegewebsfasern (Außenzone), die nach innen kontinuierlich in Faserknorpel (Innenzone) übergehen. Die Bindegewebsfasern heften sich an den Wirbelkörper an.

Der Nucleus pulposus ist ein zelllarmes gallertartiges Gewebe mit einem hohen Wassergehalt. Die Bandscheiben enthalten Flüssigkeit. Wird Druck auf die Bandscheiben ausgeübt, verlieren sie diese Flüssigkeit. Dadurch schrumpft ein Mensch am Tag um bis zu 3cm. Die Bandscheiben saugen bei Entlastung im Liegen, z.B. beim Schlafen, die Flüssigkeit wieder wie ein Schwamm auf. Dieses Auspressen und Ansaugen ermöglicht die Nährstoffversorgung der Bandscheibe.

Tritt die Flüssigkeit eines Gallertkerns über den Anulus fibrosus durch eine Schädigung aus, kommt es zum Nucleus-pulposus-Prolaps oder auch Bandscheibenvorfall.

Der Bandscheibenvorfall (lateinisch: Prolapsus nuclei pulposi), ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal, hier liegt das Rückenmark, vortreten. Der Faserknorpelring der Bandscheibe wird ganz oder teilweise durchgerissen.

Bei einer Bandscheiben-Protusion spricht man von einer degenerativen Veränderung der Bandscheiben. Der Faserknorpelring wird nicht oder nur minimal durchgerissen, sondern nach außen vorgewölbt.

Die vorgewölbte Bandscheibe kann einen unnatürlichen Druck auf die Bänder und Nerven ausüben und Schmerzen auslösen, die sich einerseits auf den Rücken beschränken und andererseits in das Bein oder den Arm ausstrahlen können. Hierbei liegt der Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule oder im Bereich der Halswirbelsäule.

Zu Lähmungen oder Gefühlsstörungen kommt es bei starkem und lang anhaltendem Druck auf den Nerv der betroffenen Bandscheibe in die jeweilige Wirbelsäulen-Etage.

Die häufigsten Bandscheibenvorfälle befinden sich an der Halswirbelsäule im Bereich des 5./6. Halswirbel und dem 6./7. Halswirbel. Das herausgetretene Gewebe kann dann zu einer Irritation, der aus dem Rückenmark abgehenden Spinalnervenwurzeln führen oder sogar zu einer Druckschädigung des Rückenmarks.

Notfälle liegen bei einem Querschnittsyndrom vor. Dies entsteht dann, wenn das Rückenmark oder die Kauda durch den Bandscheibenvorfall geschädigt worden sind.

Die Physiotherapie in meiner Wirbelsäulen Physiopraxis bietet Ihnen bei bestehender Bandscheiben-Problematik eine vertrauensvolle, hochqualifizierte Behandlungsmöglichkeit. Mehr Informationen zu den Ursachen eines Bandscheibenvorfalls und den Symptomen eines Bandscheibenvorfalls biete ich Ihnen auf weiteren Seiten meiner Website.